Kalte Füße: die besten Tipps bei Outdoor-Aktivitäten

Winter Landschaft
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Nicht nur im Winter, auch im nahenden Frühling sind kalte und nasse Füße bei wechselhaftem Wetter eine unangenehme Erfahrung. Wer zu längeren Wanderungen aufbricht, sollte sich die folgenden fünf Tipps zu Herzen nehmen.

Tipp 1 und 2: Das richtige Fundament legen

Dieser wichtige Punkt ist eigentlich selbstredend, sollte aber trotzdem nicht unterschätzt werden. Wer im Frühling mit dünn besohlten Schuhen ein Hochgebirge erklimmt, wird die deutlichen Temperaturschwankungen stark spüren. Daher sind zu jedem Wetter, Gelände und Jahreszeit passende Schuhe das A und O gegen kalte Füße. Die Schuhe müssen perfekt sitzen, dürfen weder zu weit noch zu eng sein, damit die Durchblutung der Füße nicht eingeschränkt wird.

Den Schuh am besten im Fachgeschäft des Vertrauens mit unterschiedlichen Socken anprobieren. Socken aus einem Merino-Wolle-Kunstfaser-Gemisch halten die Wärme besonders lange im Schuh und transportieren die Feuchtigkeit nach außen.

Im Winter können sogenannte VBL-Socken (Vapour Barrier Liner) zwischen dünnen und dicken Wandersocken getragen werden. Diese verhindern, dass der Schweiß die warme Sockenschicht durchnässt. Dies ist besonders bei langen Wintertouren von Vorteil. Nasse Wandersocken leiten die Wärme ab. Am besten immer ein Paar Ersatzsocken, das wasserdicht verpackt ist, im Rucksack haben.

Gut sitzendes Schuhwerk und die richtigen Socken schützen vor kalten Füßen.
Gut sitzendes Schuhwerk und Socken aus Merinowolle schützen auf Wanderungen vor kalten Füßen. © elegeyda / Shutterstock

3. In Bewegung bleiben mit Fußgymnastik und Massage

Der folgende Tipp wird auch von vielen Armeen angewendet. Bewegung mit den Füßen schützt diesen auch auch vor Kälte. Gerade bei größeren Veranstaltungen, bei welchen der Soldat, länger Zeit im „Still gestanden“ verharren muss, sorgt man so für eine ausreichende Durchblutung der Extremitäten.

Diesen Tipp gegen kalte Füße kann man allerdings auch schon bei kleineren Pausen anwenden. Daher ruhig mal mit den Zehen wackeln oder leichte Übungen machen, damit der Körper generell nicht auskühlt.

Einen ausgekühlten Körper in Schwung zu bringen dauert viel länger, als während der Brotzeit fünf Mal auf der Stelle zu hüpfen. Die Hartgesottenden unter uns halten die Füße für einen Moment in den kalten Eisbach oder Schnee. Abgetrocknet und wieder in den warmen Schuhen breitet sich die Wärme ganz schnell aus. Wer sich bereits in einem warmen Umfeld befindet, z.B. kurz bevor man sich in den Schlafsack kuschelt, dem ist eine Fußmassage zu empfehlen. Durch Streichbewegungen von Fußsohle zu den Zehen wird die Durchblutung wieder angeregt und es kehrt Leben in die kalten Zehen.

4. Unbedingt die Wärme speichern

Bekanntlich geht die meiste Wärme über den Kopf verloren. Aber auch Hals und Handgelenke sollten warm eingepackt sein, damit die Wärmeenergie bis in die Füße vordringen kann. Wer sich nachts im Schlafsack einrollt, sollte den äußeren Temperaturen entsprechend warm gekleidet sein. Bei eisigen Temperaturen sind ein Set mit langer Unterwäsche, Mütze und Wollsocken zu empfehlen. Zusätzlich kann eine Jacke um das Fußende gewickelt werden. Eine warm gefüllte Trinkflasche sorgt als Behelfs-Wärmflasche für wohlige Wärme.

Nachts im Schlafsack sollte auch die richtige Kleidung getragen werden.
Nachts im Schlafsack empfiehlt sich eine Wollmütze, Handschuhe und lange Unterwäsche zu tragen © zhukovvvlad / Shutterstock

5. Das Richtige Essen und Trinken

Wer friert, dem kann ein einfacher Müsliriegel Abhilfe verschaffen, denn dieser regt den Stoffwechsel an und der Körper wird erwärmt. Ansonsten sind heiße Getränke oder wärmende Speisen, wie Suppe oder klare Brühe, der Wärmelieferant schlechthin. Allerdings sollten die Finger vom Alkohol gelassen werden, denn dieser erweitert die Gefäße und der Körper kühlt schneller aus.


Karoline

… begeistert sich für alle Varianten von Brettsportarten, egal ob Snowboarden im Winter oder Wakeboarden und Surfen im Sommer. Um ihrem Bewegungsdrang gerecht zu werden, ist ihre zweite große Leidenschaft das Laufen. Am liebsten mit guter Musik auf den Ohren entlang von Wasser, oder als gemütliches Wandern im Thüringer Wald.

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